Todesdrohungen gegen Waldi! đŸ’„ Fans fĂŒrchten um das Leben des TV-Stars

Kultstar aus «Bares fĂŒr Rares» – im Netz Ziel von Hass und Drohungen

Walter «Waldi» Lehnertz wurde einst durch die ZDF-Trödelshow «Bares fĂŒr Rares» bekannt.
Walter «Waldi» Lehnertz wurde einst durch die ZDF-Trödelshow «Bares fĂŒr Rares» bekannt.

Bild: Oliver Berg/dpa

Heute kennt ihn ganz Deutschland als «80-Euro-Waldi» aus der ZDF-Trödelshow «Bares fĂŒr Rares». Doch beinahe hĂ€tte Walter «Waldi» Lehnertz einen völlig anderen Beruf ergriffen.

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  • Walter «Waldi» Lehnertz kehrt mit der zweiten Staffel seiner ZDF-Doku-Soap «Waldis Welt» ins Fernsehen zurĂŒck und gibt erneut Einblicke in seinen Alltag.
  • Bekannt wurde er als «80-Euro-Waldi» in der Trödelshow «Bares fĂŒr Rares», wo er mit seiner direkten Art Kultstatus erlangte.
  • UrsprĂŒnglich schlug der heute 59-JĂ€hrige jedoch ganz andere Wege ein, arbeitete unter anderem im Baugewerbe und als selbststĂ€ndiger GĂ€rtner, bevor ihn gesundheitliche Probleme zum Umdenken zwangen.
  • Erst ĂŒber seine Leidenschaft fĂŒr AntiquitĂ€ten fand er seinen heutigen Beruf und baute sich mit «Waldi’s Eifel Antik» ein eigenes GeschĂ€ft auf.

Mit der zweiten Staffel seiner ZDF-Doku-Soap «Waldis Welt» (acht Folgen, immer sonntags, 14 Uhr) lÀsst Walter Lehnertz die TV-Zuschauer*innen wieder an seinem Alltag teilhaben.

Und nicht nur wenn der «Bares fĂŒr Rares»-Star seine berĂŒhmten «80 Euro!» in den Raum ruft, wirkt es so, als habe der TrödelhĂ€ndler nie etwas anderes gemacht. Doch beinahe wĂ€re aus dem heutigen TV-Publikumsliebling etwas ganz anderes geworden.

Geboren wurde Walter Lehnertz 1967 im kleinen Eifeldorf Weinsfeld bei PrĂŒm. SpĂ€ter zog es ihn nach Krekel, wo er bis heute lebt und seinen AntiquitĂ€tenhandel betreibt. ZunĂ€chst schlug der RheinlĂ€nder aber einen völlig anderen Berufsweg ein: Er absolvierte eine Ausbildung zum Pferdewirt.

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Eigentlich, erzĂ€hlte er auf dem Instagram-Kanal von «Bares fĂŒr Rares», habe er Tierpfleger werden wollen. Doch weil er keine Lehrstelle bekam, musste er sich neu orientieren.

Lehnertz: «Ich mache Blödsinn, so wie sich das gehört»

Lehnertz arbeitete im Baugewerbe und machte sich spĂ€ter mit Garten- und Landschaftsgestaltung selbststĂ€ndig. Erst zwei BandscheibenvorfĂ€lle zwangen ihn zum Umdenken. Ein neuer Beruf musste her – und das fĂŒhrte ihn ausgerechnet zu AntiquitĂ€ten.

«Ich war Spieluhren-Sammler, die habe ich dann als allererstes verhökert», erklĂ€rte Lehnertz bei Instagram. Aus dem Hobby wurde ein GeschĂ€ft. ZunĂ€chst half er im AntiquitĂ€tenhandel seiner damaligen Ehefrau aus, spĂ€ter baute er sich mit «Waldi’s Eifel Antik» sein eigenes Standbein auf.

Die Ehe mit seiner ersten Frau wurde 2013 geschieden. Heute ist Lehnertz mit Sonja Burghausen liiert, die ihn auch beruflich unterstĂŒtzt. Sie habe die RĂ€umlichkeiten in Krekel gekauft, in denen er heute seinen Handel betreibt. Die Aufgabenverteilung sei klar, sagte Lehnertz einmal typisch «waldihaft»: «Sie schmeisst das BĂŒro und den Terminkalender, und ich mache Blödsinn, so wie sich das gehört.»

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Der Durchbruch kam ebenfalls 2013 mit der ZDF-Trödelshow «Bares fĂŒr Rares». Unter 78 HĂ€ndler*innen und 30 Gutachter*innen setzte sich Lehnertz beim Casting durch.

Seitdem gehört der Eifeler mit seiner direkten Art und seinem legendÀren Standard-Startgebot zu den prÀgenden Figuren der Sendung. Den Spitznamen «80-Euro-Waldi» wurde er nie wieder los.

Vor allem seine ungefilterte Art machte ihn zum Publikumsliebling. FĂŒr seine Teilnahme an der ZDF-Sendung habe er sich sogar vertraglich zusichern lassen, «dass ich so sein kann, wie ich bin, und sagen darf, was ich will». Vorschriften wollte er keine. «Herausschneiden können sie es nachher ja immer noch.»

«Mein Leben hat sich nicht verÀndert»

Dass die laute Fernsehpersönlichkeit es auch ruhiger angehen lassen kann, zeigt nun erneut «Waldis Welt». Denn der Mann, der nach eigener Aussage «den ganzen Tag» rede und «gern viel Blödsinn» mache, braucht zwischendurch auch RĂŒckzug.

Seine Methode zur Entspannung ĂŒberrascht aber: nachts angeln. «Manchmal nicke ich auch im Stuhl ein bisschen weg», sagte er dem «Berliner Kurier». Das sei «die totale Entspannung».

Sonst aber scheint Lehnertz permanent in Bewegung zu sein. Neben Fernsehen und AntiquitĂ€tenhandel veröffentlichte er zuletzt sogar Kriminalromane. Mit «Mord am SchĂ€tztag» erschien 2025 bereits sein zweites Buch. Dass er ausgerechnet als Autor erfolgreich wurde, ĂŒberrascht ihn offenbar selbst am meisten.

GegenĂŒber dem «Berliner Kurier» bezeichnete sich Lehnertz offen als «Teil-Legastheniker». Schreiben könne er zwar, sagte er, «aber nicht in der richtigen Grammatik». Oder wie er selbst formulierte: «Ich weiss bis heute nicht, wo man ein Komma hinsetzt.» Deshalb arbeite er mit einer Co-Autorin zusammen.

Morddrohungen in sozialen Netzwerken

Mit seiner Bekanntheit kamen allerdings nicht nur neue Projekte, sondern auch unangenehme Begleiterscheinungen. Immer wieder berichtet der AntiquitÀtenhÀndler von Hasskommentaren und Morddrohungen in sozialen Netzwerken.

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Besonders viel halte er von den Absendern solcher Nachrichten nicht. «Das kommt doch immer von denselben, die sonst nichts auf die Kette kriegen», sagte er im GesprÀch mit «t-online». Angst machten ihm die Drohungen nicht. «Ich bin 1,92 Meter gross, ich kann mich selbst wehren. Sollen meine Hater ruhig auf den Hof kommen.»

Auch die Glamourwelt des Fernsehens scheint dem Eifeler oft eher suspekt zu sein. Über Begegnungen mit Reality-TV-Prominenten schimpfte er zuletzt ungewöhnlich deutlich.

Manche wĂŒrden «die Nase so hoch» tragen und sich fĂŒr wichtiger halten, als sie seien. Ihn selbst habe der Erfolg dagegen kaum verĂ€ndert. «Mein Leben hat sich gar nicht verĂ€ndert, nur dass ich bekannter geworden bin», sagte Lehnertz. Und ergĂ€nzte trocken: «Ich war auch schon vorher irre.»

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