Der beliebte Schauspieler Alexander Held ist mit 67 Jahren gestorben. Wie TV-Produzent Sven Burgmeier der dpa mitteilte, starb der „München Mord”-Star schon am vergangenen Dienstag

Schauspieler Alexander Held (67) ist tot – bekannt aus „München Mord“

Alexander Held
Held begann seine Karriere am Theater, war dann aber vor allem im Kino und im Fernsehen zu sehen. (Archivbild) © Stefan Sauer/dpa

Der beliebte Schauspieler Alexander Held ist im Alter von 67 Jahren verstorben. Das bestätigt ein befreundeter TV-Produzent der dpa.

München – Der Film- und Fernsehschauspieler Alexander Held ist tot. Er starb bereits am vergangenen Dienstag (12. Mai) im Alter von 67 Jahren überraschend nach kurzer Krankheit, wie der eng mit ihm befreundete TV-Produzent Sven Burgemeister der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Auch das ZDF bestätigte in einer Mitteilung den Tod des Schauspielers. Held spielte in zahlreichen TV-Produktionen mit und war bis zuletzt im Fernsehen zu sehen.

Alexander Held
Der Schauspieler Alexander Held ist mit 67 Jahren gestorben. (Archivbild) © Henning Kaiser/dpa

Wie die Bild erfahren haben will, soll der Schauspieler an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben sein. Offiziell bestätigt wurden diese Informationen bislang jedoch nicht.

TV-Produzent bestätigt Tod von Alexander Held

Der Schauspieler lebte zuletzt im österreichischen Erl in Tirol und war unter anderem bekannt für seine Rolle in der ZDF-Krimireihe „München Mord“. Zudem spielte der gebürtige Münchner in Filmen wie „Sophie Scholl – Die letzten Tage“, „Der Schuh des Manitu“ oder „Der Untergang“.

„Als Freund und Produzent war Alexander Held ein Geschenk: ein Mensch, ein Gentleman, ein Herr mit Feinsinn, Witz und großer Zuwendung“, würdigte Burgemeister. Als Schauspieler sei er voller Überraschungen gewesen – mit unbeirrbarer Haltung – und habe all seinen Auftritten Tiefe verliehen. Der Produzent dankte Held für sein Vertrauen, seine enorme Loyalität und die vorbehaltlose Aufmerksamkeit, die er allen geschenkt habe. „Er wird uns allen unglaublich fehlen. Alexander bleibt für immer ein Held für mich“, sagte Burgemeister der dpa. Burgemeister hatte bei mehr als 30 Filmen mit Held zusammengearbeitet.

Auch das ZDF bestätigte in einer Mitteilung den Tod des Schauspielers. Im ZDF war Held bis zuletzt in den ZDF-Samstagskrimis „Stralsund“ (seit 2010) und „München Mord“ (seit 2014) zu sehen. Auch durch die Mehrteiler „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ und „Unterleuten – Das zerrissene Dorf“ dürfte Held vielen Zuschauern bekannt sein.

Neben der Schauspielerei hatte Held zahlreiche weitere Talente. So war er von 1968 bis 1970 Solosänger bei den Regensburger Domspatzen. Als Jugendlicher stand er zudem für den Traditionsclub 1860 München im Tor und gewann mit dem Löwen fünfmal die Jugendmeisterschaften. Doch wegen einer Verletzung platzte der Traum von der Profikarriere. Durch die Schauspielerei wurde Held dann einem Millionen-Publikum bekannt.

Nach einer Ausbildung an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule startete er 1980 an den Münchner Kammerspielen. Weitere Stationen waren unter anderem die Freie Volksbühne Berlin unter Hans Neuenfels, das Staatsschauspiel Hannover und die Salzburger Festspiele. Sein Filmdebüt feierte Held 1993 in der Kult-Krimireihe „Derrick“. Viele weitere Auftritte folgten, auch für internationale Produktionen wie „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg.

Held musste vor Jahren schweren Schicksalsschlag verkraften

Privat hatte Held sein Glück mit Patricia Fugger gefunden, einer gebürtigen Gräfin Fugger von Babenhausen. 2005 heirateten die beiden. Neun Jahre später dann ein Schicksalsschlag für den Schauspieler: mit nur 51 Jahren starb seine Frau. Mit bewegenden Worten widmete er ihr nach ihrem Tod 2014 den Bayerischen Fernsehpreis als bester Serien-Darsteller.

Erst am Montag, 18. Mai 2026, sorgte der überraschende Tod der 25 Jahre alten Schauspielerin Luna Jordan für große Trauer in der Schauspielwelt. Wenige Tage zuvor wurde bekannt, dass Schauspiellegende Günther Maria Halmer gestorben ist. Quelle: dpa, ZDF (jl)

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