Jörn Schlönvoigt: Süße Beichte! „Ich genieße jede Minute mit ihr”

Seit über 20 Jahren spielt Jörn Schlönvoigt (39) bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ den sympathischen Arzt Philip Höfer – in der Serie glücklich verliebt, aber kinderlos. Im echten Leben sieht das anders aus: Jörn ist geschieden und stolzer Papa. Seine Tochter Delia (7) ist sein größtes Glück und der Mensch, für den er alles stehen und liegen lässt. Mit „Closer” spricht er so ehrlich wie nie über das Leben nach der Trennung von Hanna Weig (29), seine schweren Kindheits-Erinnerungen und seinen großen Traum …
Jörn Schlönvoigt packt aus
Closer: Womit verbringen Sie gerade die meiste Zeit?
Jörn Schlönvoigt: Mit meiner Tochter Delia! Ich genieße jede Minute mit ihr. Natürlich arbeite ich auch viel, drehe für „GZSZ“ und widme mich mit Leidenschaft meiner Naturkosmetik-Marke Foam Cosmetics. Aber alles ordnet sich dem Familienleben unter. Delia steht an erster Stelle, das war schon immer so.
Ihre Tochter wurde gerade eingeschult – was bedeutet dieser Schritt für Sie?
Ja, Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Bisher waren wir ja auch viel im Ausland unterwegs, das wird jetzt natürlich nicht mehr so einfach sein. Wir werden jetzt verstärkt in Berlin bleiben. Es ist ein neuer Lebensabschnitt, und ich freue mich tierisch darauf, ihr morgens die Brotdose zu packen, sie abzuholen und einfach diesen Alltag mit ihr zu erleben.
Wie klappt das nach der Scheidung mit dem gemeinsamen Elternsein?
Sehr gut sogar. Hanna und ich teilen uns ja das Sorgerecht ganz klassisch 50:50. Unsere Kleine hat das erstaunlich schnell angenommen. Sie freut sich immer, mal eine Woche beim Papa, mal bei der Mama zu sein. Sie hat bei uns beiden ihr eigenes Kinderzimmer. Natürlich passen wir das auch mal flexibel an. Hanna arbeitet viel als Model und ist manchmal recht spontan im Ausland, dann rotieren wir innerhalb der Woche. Unsere Tochter spürt, dass sie bei uns beiden im Mittelpunkt steht – und das ist das Wichtigste.
Und wie läuft es bei Ihnen aktuell in Sachen Liebe?
Nach der Trennung von Hanna habe ich mir gesagt: Über mein Liebesleben rede ich nicht mehr. Ich kann nur so viel sagen: Ich bin sehr glücklich. Meine absolute Priorität ist meine Tochter, und danach kommt alles andere. Sie ist auch meine größte Schwäche – wenn sie etwas von mir möchte, ist es für mich fast unmöglich, Nein zu sagen.
Wenn Delia Ihre größte Schwäche ist – was würden Sie als Ihre größte Stärke bezeichnen?
Meine Disziplin und meine Geschäftstüchtigkeit. Wenn man meinen Werdegang betrachtet, versteht man vielleicht auch, warum. Ich bin in einer Plattenbauwohnung groß geworden. Mein Vater hatte eine große Gas-Wasser-Installationsfirma mit rund 30 Angestellten, doch irgendwann hat es leider nicht mehr funktioniert. Er musste Insolvenz anmelden, und wir sind von hundert auf null geknallt. Für mich war das ein Schlüsselmoment. Ich habe mir gesagt: Ich werde mich da rauskämpfen.
Wie stolz sind Ihre Eltern auf das, was Sie erreicht haben?
Meine ganze Familie ist sehr stolz. Und ich auch auf sie! Mein Vater hat sich nach der Insolvenz komplett wieder hochgearbeitet. Das war ein unglaublicher Kraftakt und hat sehr viel Ehrgeiz erfordert. Außerdem muss ich sagen, dass es uns nie an Liebe oder einem vollen Kühlschrank gefehlt hat – dafür bin ich meinen Eltern sehr dankbar. Aber es war eben ein krasser Bruch: vorher finanzielle Sicherheit und plötzlich nicht mehr. Das prägt, und es hat mich angetrieben.
Hatten Sie beruflich je einen anderen Traumjob neben der Schauspielerei?
Ja, ich wäre gern Pilot geworden! Ich habe sowohl den Flugschein für Flugzeuge als auch für Helikopter gemacht und beim Luftfahrtbundesamt sogar schon sieben Fächer für den großen Verkehrspilotenschein bestanden. Mein Plan war tatsächlich, den komplett zu machen. Aber 2011 kam die Show „Let’s Dance“ dazwischen. Ich habe mitgemacht und die Schulung abgebrochen. Sonst wäre ich heute vielleicht Pilot.
Wenn Sie heute ins Cockpit steigen könnten, wohin würde der Flug gehen?
Ganz oben auf meiner Liste steht der Yosemite-Nationalpark in den USA, den möchte ich unbedingt erleben. Außerdem zieht es mich nach Finnland, wo meine familiären Wurzeln liegen. Eigentlich möchte ich so viel wie möglich von der Welt sehen.




