Fall Fabian (†8): Neue Zeugin aufgetaucht – Könnte sie das Rätsel endlich lösen?
Wer hat Fabian aus Güstrow getötet?
Diese Frage versuchen die Ermittler seit Wochen zu klären. Jetzt bringt die Anwältin der Mutter eine völlig neue Zeugin ins Rampenlicht.
Güstrow – Tagelang galt Fabian aus Güstrow als vermisst, bis schließlich seine Leiche gefunden wurde. Eine Frau steht unter Tatverdacht, doch die Mutter des getöteten Kindes ist tief verzweifelt. Auch die Anwältin der Frau erhebt schwere Vorwürfe. Nun rückt zusätzlich eine bislang unbekannte Zeugin in den Fokus der Ermittlungen.

Im Fall des getöteten Fabian aus Güstrow: Neue Zeugin könnte entscheidende Hinweise liefern
Noch immer ist unklar, wer den kleinen Fabian getötet hat. Die Polizei hat mittlerweile zwar eine Tatverdächtige wegen dringenden Mordverdachts verhaftet, doch für die Mutter überwiegt die Angst, dass die Ermittlungen nicht vorankommen. Die junge Frau selbst wurde laut RTL bereits fünfmal zur Vernehmung geladen.
Jetzt bringt die Anwältin von Fabians Mutter, Christina Habetha, eine völlig neue Zeugin ins Spiel. Diese Frau könnte ein Fahrzeug gesehen haben, das für den Fall von großer Relevanz sein könnte – bisher wurde sie von der Polizei noch nicht vernommen.
Erst vor wenigen Tagen hatten die Ermittler neue Details öffentlich gemacht, darunter Fotos eines auffälligen Autos. Weiterhin bleibt unklar, was genau am Tag des Verschwindens des Achtjährigen passiert ist. Die Tatverdächtige schweigt weiterhin zu den Vorwürfen. Laut Berichten war sie bereits früh im Fokus der Ermittler – zu einem Zeitpunkt, als Fabian noch vermisst wurde.

Der ungelöste Kriminalfall sorgt seit Wochen für Schlagzeilen in Deutschland. Fabian verschwand am 10. Oktober, tagelang wurde nach ihm gesucht. Vier Tage später, am 14. Oktober, wurde die Leiche des Achtjährigen an einem Wassertümpel rund 15 Kilometer südlich von Güstrow bei Klein Upahl entdeckt.
Kurz nach dem tragischen Fund meldete sich eine Frau und bestätigte, dass sie auf die Leiche gestoßen sei. Bis dahin war nur bekannt, dass eine Spaziergängerin die Leiche gefunden hatte. Wenig später gab sie preis, dass sie die Ex-Partnerin des Kindesvaters ist. Nach eigenen Angaben will sie jedoch nichts mit dem Verbrechen zu tun haben. Gegenüber RTL zeigte sie sich damals fassungslos: „Ich verstehe gar nicht, wieso ich jetzt im Fokus bin.“
Als die Ermittler kurz darauf eine Festnahme bestätigten, überschlugen sich die Ereignisse. Zahlreiche Medien berichteten übereinstimmend, dass es sich bei der festgenommenen Person um genau diese Ex-Freundin handeln soll. Gleichzeitig sickerten private Details und Gerüchte an die Öffentlichkeit – offiziell bestätigt wurde dies bislang nicht. Angaben zur Frau und zu ihrer Beziehung zu Fabian wurden von Polizei und Staatsanwaltschaft bewusst zurückgehalten, aus ermittlungstaktischen und persönlichkeitsrechtlichen Gründen.
Die Ermittlungen gehen weiter: Die Polizei beobachtet ein Vier-Stunden-Zeitfenster und sucht nach der Tatwaffe.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Fabian noch am Tag seines Verschwindens ums Leben gekommen ist. Als Zeitfenster für die Tat kommt der 10. Oktober von 11:00 bis 15:00 Uhr in Betracht. Die Kriminalpolizei geht zudem davon aus, dass er nicht an dem Ort getötet wurde, an dem die Leiche schließlich gefunden wurde. Der Leichnam soll vermutlich angezündet worden sein, um Spuren zu verwischen.
Tage nach dem tragischen Fund meldete eine Spaziergängerin eine weitere Entdeckung: Ein verkohlter Handschuh rückte in den Fokus der Ermittlungen. Ob der Handschuh tatsächlich mit dem Verbrechen in Verbindung steht, ist jedoch noch unklar.
Nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Harald Nowack ist die Tatwaffe bekannt. Aus ermittlungstechnischen Gründen werden jedoch keine weiteren Informationen dazu veröffentlicht.
Der Anwalt der tatverdächtigen Frau äußerte sich ebenfalls in den Medien und bestätigte, dass es seiner Mandantin nicht gut gehe.
(Quellen: dpa, Polizei, RTL, Bild, eigene Recherche)




