„Da fährt der Arsch richtig Kirmes!“ — AWZ-Star geht nach Merz-Aussage öffentlich auf die Barrikaden

Da fährt der Arsch richtig Kirmes": AWZ-Star attackiert Merz

 

„Alles was zählt“-Star Andre Dietz hat sich auf Instagram deutlich zu Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz geäußert und dessen Vorschlag zur Kürzung von Inklusionshilfen scharf kritisiert.

Merz hatte bei einer Veranstaltung in Salzwedel die Frage aufgeworfen, ob jedes Kind mit Behinderung zwingend eine eigene Assistenz benötige oder ob eine Assistenz auch mehrere Kinder gleichzeitig betreuen könne.

Darauf reagierte Dietz in einem Instagram-Video empört: „Friedrich, komm mal vorbei und verbringe einen halben Tag mit uns und erzähl mir das nochmal – und erzähl mir nichts davon, dass wir ein Einzelfall sind.“

Andre Dietz auf Instagram

“Friedrich Merz fragt, warum nicht EINE Person MEHRERE Menschen mit BEHINDERUNG betreuen kann. Ich frage mich eher: Wer betreut IHN eigentlich?

 

 

Noch ist nicht alles beschlossen. Aber schon die Debatte zeigt, wer zuerst sparen soll: Menschen mit Behinderung, pflegende Angehörige und Familien.

Pflege ist 24/7 Verantwortung. Es sind Nächte ohne Schlaf, Therapien, Arzttermine, Begleitung, Organisation – und gleichzeitig versuchen wir, Familie zu sein. Eltern. Geschwister. Menschen.

Und damit sind wir nicht allein.

Millionen Menschen mit Behinderung kämpfen täglich um Teilhabe, Sichtbarkeit und Unterstützung.

Pflegende Angehörige tragen einen riesigen Teil des Systems – oft am Limit. Und während über Kürzungen bei Pflege und Inklusion gesprochen wird,
wird gleichzeitig gefragt, ob nicht einfach EINE Person mehrere Menschen MIT BEHINDERUNG betreuen könnte.

Ganz ehrlich: Kommt vorbei. Einen Tag. Schaut zu. Dann reden wir weiter.

Das Ding hat direkte Folgen für Alltag, Gesundheit und Teilhabe.

Noch mehr unbezahlte Pflegearbeit bei Eltern. Weniger Assistenz, weniger Verhinderungs- oder Entlastungsangebote = mehr Belastung, weniger Schlaf, mehr Ausfälle, mehr Erschöpfung.

Inklusion kostet Geld. Schulbegleitung, Assistenz, Therapien, Freizeitangebote, barrierefreie Strukturen – wenn da gespart wird, werden Menschen schneller wieder ausgeschlossen.

Viele Familien kompensieren bereits das, was das System nicht schafft

Wenn bei Pflege und Inklusion gekürzt wird, spart man nicht Geld. Man verlagert die Last einfach zurück in die Familien auf die Menschen mit Behinderung, Eltern, Oma, Opa, Onkel, Tante…. und ganz konkret auch an die Geschwister! Menschen die ohnehin schon am Limit sind. STEUERZAHLER, Fritz…”

AWZ-Star: „Wenn man bei Pflege und Inklusion die Gelder kürzt, spart man nichts”

Auch weitere mögliche Kürzungen der Regierung im Bereich Inklusion und Teilhabe kritisiert der Schauspieler deutlich. „Was hier im Raum steht, ist sowas von auf Kiez gefurzt. Wenn man bei Pflege und Inklusion die Gelder kürzt, spart man nichts. Man verlagert die Probleme auf die Familien und die Menschen mit Behinderungen.” Dietz hat selbst eine Tochter mit Behinderung.

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