Im Alter von 83 Jahren hat Frank Schöbel endlich gestanden, was wir schon immer vermutet hatten.
Viele Jahrzehnte lang stand er im Rampenlicht der Musikszene – jetzt sorgt eine überraschende Offenbarung für große Aufmerksamkeit. Der legendäre Schlagersänger Frank Schöbel hat im Alter von 81 Jahren offen über Dinge gesprochen, die Fans schon lange vermutet hatten.

Frank-Lothar Schöbel, geboren am 11. Dezember 1942 in Leipzig, gehört zu den prägendsten Künstlern der ostdeutschen Musikgeschichte. Mit seinen gefühlvollen Liedern und seiner unverwechselbaren Stimme wurde er zu einem der erfolgreichsten Interpreten der DDR. Titel wie „Wie ein Stern“, „Gold in deinen Augen“ oder „Ich geh vom Nordpol zum Südpol zu Fuß“ machten ihn weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und begleiteten eine ganze Generation von Musikliebhabern.
Doch hinter der erfolgreichen Karriere steckte auch ein Mensch, der immer wieder mit den Erwartungen der Öffentlichkeit umgehen musste. In einem seltenen, sehr persönlichen Gespräch sprach Schöbel nun ungewöhnlich offen über seine Vergangenheit, seine Karriere und die Herausforderungen, die ihn über Jahrzehnte begleitet haben.
Besonders bewegend ist seine Rückschau auf die Zeit, in der Musik für viele Menschen in der DDR mehr war als nur Unterhaltung. „Musik war für uns immer auch Hoffnung“, erklärte der Künstler rückblickend. Seine Lieder seien oft aus dem Wunsch entstanden, Menschen Mut zu machen und ihnen ein Stück Freude in schwierigen Zeiten zu schenken.
Ein wichtiger Meilenstein seiner Karriere bleibt auch die Zusammenarbeit mit der Sängerin Aurora Lacasa. Gemeinsam mit ihr und ihren beiden Töchtern nahm er 1985 das Weihnachtsalbum Weihnachten in Familie auf. Die Platte entwickelte sich zu einem historischen Erfolg und gilt bis heute als das meistverkaufte Album der DDR-Musikgeschichte. Über zwei Millionen Exemplare wurden bis 2019 verkauft – ein Rekord, der die enorme Popularität des Sängers eindrucksvoll zeigt.
Heute, mit über 80 Jahren, blickt Frank Schöbel mit Dankbarkeit auf sein Lebenswerk zurück. Seine Offenheit überrascht viele Fans, zeigt aber auch, wie sehr ihn die Jahrzehnte im Musikgeschäft geprägt haben.
Für seine Anhänger bleibt eines sicher: Frank Schöbel ist weit mehr als nur ein Sänger. Er ist ein Stück Musikgeschichte – und seine Lieder werden auch weiterhin Generationen von Menschen begleiten.
Frank Schöbel wird 83: Spannende Fakten über den Schlagerstar
1. Eigentlich wollte Frank Schöbel Meteorologe werden
Der Sohn einer Leipziger Opernsängerin wuchs mit Musik auf, er war sogar in der Vorauswahl für den Thomanerchor. Doch sein erster Berufswunsch war Meteorologe, später folgte eine Lehre als Kameramechaniker. Erst mit 20 Jahren entschied er sich, Sänger zu werden.

2. Seinen ersten Hit will er nicht mehr hören
Gleich seine zweite Rundfunk-Aufnahme schaffte es 1964 in die DDR-Hitparade. Doch stolz ist Schöbel auf sein Jugendwerk nicht – später bezeichnete er “Hey, hey Klaus, es sieht nach Schnee aus” als “grauenvolle Nummer”, die die Welt nicht brauche.

3. Frank Schöbel und Chris Doerk: das Traumpaar des DDR-Schlagers
Seine erste Ehefrau war ebenfalls Schlagersängerin. Mit Chris Doerk bildete “Frankie-Boy”, wie seine Fans ihn nennen, das Traumpaar des DDR-Schlagers. Doch trotz Millionen verkaufter Schallplatten zerbrachen Ehe- und Bühnenpartnerschaft 1974. Erst seit 2008 treten die beiden wieder gelegentlich miteinander auf.

4. In “Heißer Sommer” spielte Schöbel in einem Kultfilm mit
Im Jahr 1968 spielten Doerk und Schöbel als “Stupsi” und “Kai” im wohl legendärsten Musikfilm der DDR die Hauptrollen. Den Film “Heißer Sommer”, der die Unbeschwertheit der Nachkriegsgeneration feierte, sahen 3,4 Millionen Menschen. Die Lieder von Gerd und Thomas Natschinski entwickelten sich zu Evergreens, die bis heute auf keiner DDR-Nostalgieparty fehlen dürfen.
5. Frank Schöbel sang zur WM-Eröffnung 1974 in der BRD
Auch in Westdeutschland feierte Frank Schöbel Erfolge. Er trat als erster DDR-Künstler im “Westfernsehen” auf, sein Hit “Wie ein Stern” fand auch in der BRD reißenden Absatz. Zur Eröffnung der Fußball-WM 1974 sang er schließlich im Frankfurter Waldstadion als künstlerischer Botschafter der DDR. In der Doku-Serie “Unsere Mannschaft – 1974” kommt Schöbel noch einmal zu Wort.

6. Noch heute aktiver Fußballer in der Ü70-Mannschaft
Frank Schöbel singt nicht nur Fußball-Schlager wie “Die Fans sind eine Macht” oder “Der Fußball ist rund wie die Welt”. Bis heute kickt der Sänger aktiv in der Ü70-Mannschaft von Eintracht Mahlsdorf. Auch im Fitness-Studio hält sich der 83-Jährige fit, dem man sein Alter wahrlich nicht ansieht.

7. Mit den Scorpions und Kanye West teilt er sich einen Hit
Seine großen Erfolge waren nie nur einfache Schlagerkost. Besonders in den 70er-Jahren wagte sich Frank Schöbel auch an komplexere Kompositionen. Sein Hit “Schreib es mir in den Sand” stammt im Original (“Gyöngyhajú lány”) von der ungarischen Prog-Rock-Legende Omega. Als “White Dove” feierten zwei Jahrzehnte später auch die Scorpions mit dem Song weltweit Erfolge. 2013 hat dann Rapper Kanye West Teile des Songs für seinen Titel “New Slaves” verwendet, was einen längeren Urheberrechtsstreit mit dem ungarischen Komponisten nach sich zog.

8. Erfolgreichster Solokünstler der DDR
Frank Schöbel ist mit Abstand der erfolgreichste Solokünstler der DDR. Mit der “Beat-Kiste” hatte er schon früh seine eigene Radiosendung, später wurde er zehn Mal zum Fernsehliebling der DDR gewählt. Auch die meistverkaufte AMIGA-Platte kann er für sich verbuchen – knapp zwei Millionen Exemplare wurden von “Weihnachten in Familie” verkauft, die er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, der Sängerin Aurora Lacasa, aufnahm.
9. “Weihnachten in Familie” entstand in Schöbels Wohnzimmer
Der Erfolg ihrer Weihnachtsplatte verschaffte Schöbel und Lacasa auch einen Stammplatz im weihnachtlichen Fernsehprogramm. “Weihnachten in Familie” wurde direkt aus dem Wohnzimmer des Paares übertragen, mit dabei auch die beiden gemeinsamen Töchter des Paares. Doch auch Lacasa und Schöbel trennten sich schließlich – also moderierte der Sänger bis 2019 allein jeden Heiligabend “Fröhliche Weihnachten mit Frank” im MDR-Fernsehen.

10. Erstunterzeichner der Rockmusiker-Petition 1989
Am 18. September 1989 trafen sich im Berliner Maxim-Gorki-Klub Musiker und Unterhaltungskünstler, um eine Resolution gegen den Umgang der DDR-Regierung mit den offensichtlichen Missständen zu verfassen. Zu den Erstunterzeichnern um Gerhard Schöne, Hans-Eckhart Wenzel und André Herzberg gehörte auch Frank Schöbel als einziger Schlagersänger unter Rock- und Jazzgrößen.



